Der kleine (aber feine) Unterschied
Wie wichtig sind die kleinen Details?
Können wir uns als Internet Marketer erlauben schnell und flüchtig zu arbeiten und auf Details zu verzichten?
Können wir es uns erlauben, unsere Inhalte nicht zu kontrollieren oder Videos die wir veröffentlichen wollen, vorher nicht auf Fehler (Slides, Sprache, Wortwahl usw.) zu prüfen (ggf. Freunde bitte dies zu tun)?
In den letzten Jahren hat mit dem Web 2.0 das “weniger ist mehr” im Internet Einzug gehalten. Anbieter wie Twitter mit kurzen Nachrichten von 140 Zeichen kommen der neuen Lese-Mentalität der Internet-User entgegen. Lieber kurze Texte und Informationen die genau auf dem Punkt sind, als lange ausführliche Texte.
Webseiten werden “geskimmed” also nur noch überflogen. Fast niemand liest mehr eine Webseite von A bis Z durch. Erst dann, wenn man beim Überfliegen an einer interessanten Textstelle, Video oder Bild hängen bleibt, erst dann haben die restlichen Inhalte auf der Webseite eine Chance – genauer betrachtet und wahrgenommen zu werden.
Bei der Erstellung von Webseiten, Angeboten und Produkten, könnte die neue Lese-Mentalität von Besuchern durchaus von Vorteil sein. Weniger Content geht schneller!
Viele Kollegen bieten mehr und mehr Videos in der Form eines ”begleitetenden Lesens” mit PowerPoint und Audio an. Ein Grund dafür könnte in der neuen “Lesefaulheit” liegen. Und die Videos können im Hintergrund abspielen, während man selbst schon wieder die Emails abruft oder twittert… – es reicht häufig nur mit einem “halben Ohr” hinzuhören.
Aber können wir es uns als Internet Marketer deshalb leisten, weniger genau und korrekt zu arbeiten – nur weil viele unserer Besucher sich kaum mehr Zeit nehmen, viel weniger lesen, die Videos im Hintergrund mitlaufen und alle Infos nur noch kurz und knapp abgeliefert werden müssen?
Ich lese gerne quer und überfliege
Jeden Tag sind meine E-Mail Postfächer gut gefüllt. Und mal abgesehen, von den ungewollten Mails, erhalte ich im Schnitt 10 Newsletter – täglich. Das ist eine Menge Stoff zum Lesen und das erfordert Zeit – Zeit die ich häufig gar nicht habe bzw. die ich mir nicht immer nehmen möchte.
Auf der anderen Seite möchte ich nichts verpassen. Also lese ich den größten Teil der Newsletter und die damit verlinkten Webseiten quer und fliege mal so eben drüber…
Mir ist völlig klar, dass mir mit meiner Art Newsletter zu lesen und Webseiten zu überfliegen so einiges entgeht. Auch als geübte “Quer-Leserin” und geschulte “Überfliegerin”, ist es mir unmöglich, immer und alles sofort aufzunehmen, die Details zu checken und die Besonderheiten zu bemerken.
Fehler und Pannen fallen mir immer auf
Ich weiß nicht wie es Dir geht aber mir fallen selbst beim Überfliegen viele Fehler und Pannen auf. Wie als wenn ich ein Radar eingebaut habe, welches die Macken der Webseiten, Videos und Texte – auf den Punkt genau – ortet. Selbst dann, wenn ich Videos im Hintergrund laufen habe und nur so nebenbei hinhöre – die Schnitzer – gerade bei “live” Videos, die habe ich sofort im Ohr
Blöderweise funktioniert das Radar für Fehler und Pannen bei anderen immer 100% – nur bei mir selbst, da klemmt es oft. Und deshalb bin ich auch immer sehr dankbar, wenn ich Hinweise auf kleine Fehler (auch die ollen Tipp- und Schreibfehler) und Pannen erhalte.
Vor ein paar Wochen habe ich einen kleinen Versuch gestartet und Newsletter, Videos und Webseiten – auf denen ich kleine und große Fehler und Pannen bemerkt hatte – an ein paar duzend meiner Subscriber geschickt. Ich habe jeden der Empfänger gebeten, die erhalten Informationen zu studieren und mich zu informieren, wenn ihnen etwas besonders wichtiges oder besonders merkwürdiges auffällt.
9 von 10 der Test-Subscriber die antworten (die Antwort-Quote ist sehr gut – rund 80% aller Empfänger machen mit), sind die selben Fehler und Pannen aufgefallen.
Ein paar einfache (aber ältere) Beispiele…
An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich hier niemanden bloßstellen möchte. Die Inhalte um die es hier geht, sind und oder waren so im Internet und wurden von den Herausgebern selbst (mit Newslettern) bzw. deren Affiliates im Netz verbreitet.
Rechenbeispiel im Verkaufs-Video vom Social Media Rockstar. Nette Präsentation aber in den Slides steckte ein kleiner Rechenfehler mit großer Wirkung. Beim Prozentrechnen ist das Komma ein bisschen verrutscht und die prognostizierten Einnahmen waren rechnerisch auf 73 Cent oder so ähnlich gerutscht. Es sollten aber so um die 7.300 Euro sein. Das Video wurde für einen Produkt-Launch benutzt und wurde so, in der Form, von sehr vielen Menschen gesehen. Und natürlich ging diese Rechenkunst quer durch das Internet. Das Video habe ich leider nicht mehr finden können aber eine Beispiel-Rechnung dafür, wie man aus 73 Cent 7.300 Euro macht die findet sich hier: Gestörtes Verhältnis zur Mathematik
Interessant fand ich noch, dass ich eine “persönliche Einladung” für meine Beteiligung für den Produkt.Launch erhielt. Aufgefallen war mir sofort das angekündigte Datum – anstelle von 2011 stand in der Mail ein Datum mit 2010. Auf meinen Hinweis und die Frage nach dem korrektem Launch-Datum, erhielt ich die Antwort “Shit happens ;-)” – ja, mit Smiley aber ohne Angabe des Launch-Datums.
Auf dem Kasten oder auf dem Kerbholz?!? Der Versprecher von Ralf Schmitz ist ja noch irgendwie lustig. Aber für diejenigen die IM und das “Geld verdienen im Internet” kritisch sehen, sind solche Versprecher natürlich Wasser auf die Mühlen. So um Sekunde 30 bis 35 sagt Ralf: “… im nächsten Jahr wird es viele News geben. Ich habe mich gestern hier noch mit englischen Internet-Marketern, Affiliate-Marketern getroffen, die wirklich allerhand auf dem Kerbholz haben…”. Falls das Video noch online ist und noch nicht “ausgebessert” wurde dann guckst und hörst Du selbst: Frohe Weihnachten und englische Gangster…
Holen Sie sich mein Zeugs… Der Hammer ist, wenn ein Internet Marketer in einem seiner eigenen Videos, seine eigenen Produkte als “Zeugs” bezeichnet. Das nenne ich Mehrwert für eine Newsletter-Anmeldung. Meine kostbare E-Mail Adresse im Eintausch für digitales Zeugs… Das Video, in dem Heiko Häusler, in eigenen Worten und ganz ohne Not, von seinen eigenen Produkten als Zeugs spricht, war für lange Zeit auf netzverdienst.com online. Mittlerweile hat er es aber wohl auch gemerkt und das Video gegen ein neues, etwas dynamischeres und vor allem kürzeres Video (das Zeugs-Video lief 20 plus Minuten) ausgetauscht. Ich bin mir aber sicher… YouTube hat noch eine Kopie vom Zeugs-Video…
Drei einfache Beispiele von bekannten Internet Marketern. Nur drei kleine Fehler aber die können eine große Wirkung haben. Aber was IMs können, dass können große Unternehmen die Milliarden umsetzen auch…
Saturn gehört zu Media Markt – dass weiß man, man ist ja nicht blöd.
Und der Webmaster von Saturn und oder Media Markt ist bestimmt auch nicht blöd – dafür aber resistent was mobile Inhalte und QR Codes angeht.
QR Code Werbung mit Fehler
Diese Karte hier liegt im Moment in vielen Filialen von Saturn aus. Wenn Du ein Smartphone zur Hand hast, dann scanne den QR Code und nimm auch gleich am Gewinnspiel teil – Du kannst einen MEGA-großen Fernseher gewinnen!

Ich habe den Code gescannt und bin mit meinem Samsung Galaxy auf einer wunderschönen mobilen Webseite gelandet. Den QR Code kopiert und schnell an einen Kollegen geschickt und der hat ebenfalls den QR Code gescannt – mit demselben Ergebnis.

Und dann wollte ich am Gewinnspiel teilnehmen und schon geht nichts mehr – das heißt mobil geht nichts mehr. Klicke ich auf der mobilen Seite auf den Banner mit dem Gewinnspiel, dann werde ich von “m.saturn.de” auf www.saturn.de/usw. umgeleitet. Den Kollegen aus Deutschland habe ich gebeten, das auch mal zu versuchen – Ergebnis siehe unten für iPhone und Samsung Galaxy:

Super QR Code Werbung aber leider nicht bis zu Ende gedacht ;-(
Den QR Code habe ich über die letzten 5 Tage immer wieder mal aufgerufen aber immer mit demselben Ergebnis. Bei Saturn hat das wohl noch niemand bemerkt oder denen ist das einfach egal.
Ich bin mir ganz sicher, dass diese Aktion wieder sehr viel Geld gekostet hat. Leider aber nur den halben Effekt für die angesprochenen mobilen Kunden bringt. Dieselben Leute haben schon mal – vor knapp einem Jahr – so eine fehlerhafte QR Code Aktion gestartet – Deutschland testet. Damals mit halb und ganzseitigen Zeitungs-Anzeigen und haben damit eine “schweineteure” Werbekampagne in den Sand gesetzt (mich würde ja mal interessieren, was die Webfuzzies von Media Markt und Saturn im Monat verdienen bekommen…).
Nur ein kleiner Fehler aber bei eingefleischten Fans mobiler Inhalte – ein kleiner Fehler mit großer Wirkung. Schließlich will Saturn, dass die Kunden die QR Codes scannen und am Gewinnspiel teilnehmen. Da Saturn bereits eine aufwendig gemachte mobile Webseite hat, sollte es für den zuständigen Webmaster eine Kleinigkeit sein – das Gewinnspiel auch mobil zu gestalten.
An dieser Stelle meinen Dank an Oliver und Armin. Oliver hat mir die QR Code Karte von Saturn geschickt und Armin hat mit seinem iPhone und fast leerem Akku die iPhone Screenshots produziert.
Alles richtig gemacht und doch keinen Erfolg
Da glaubt man, dass man alles richtig gemacht hat… und dann bleibt der Erfolg aus.
Ich erlebe es sehr häufig, dass sich meine Subscriber und auch “wildfremde” Internet-User bei meinem Service-Team oder direkt bei mir, in dieser oder ähnlicher Form melden: “Ich habe Kurs XYZ gekauft und von A bis Z durchgearbeitet, ich habe meine Webseiten ordentlich erstellt, meine Texte selbst geschrieben und alles ist tiptop. Aber niemand kauft, niemand meldet sich an – es geht nichts. Können Sie mir helfen…?”.
Wenn ich mir dann die Webseiten anschaue, die Texte lese und in die Videos reinhöre, dann finde ich in 9 von 10 Fällen auf Anhieb die kleinen Fehler und größeren Pannen. Eigentlich nichts wirklich Schlimmes aber wie in den obigen drei Beispielen, kleine Schnitzer und Nachlässigkeiten, die durchaus eine große und vernichtende Wirkung haben können.
Ich bin mir sicher, dass so wie mein Radar sehr zuverlässig solche Fehler aufspürt, es vielen Besuchern auch auffällt, wenn etwas nicht stimmt. Oft ist es nur eine winzige Kleinigkeit aber der kleine feine Unterschied, der entscheidet häufig über Erfolg oder Schiffbruch.
Es ist richtig, dass die Besucher weniger lesen und Webseiten überflogen oder nur flüchtig gelesen werden. Es ist aber sehr wahrscheinlich auch so, dass die wenigen Inhalte denen man Beachtung schenkt, einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Der kleine aber feine Unterschied…
Wenn man es böse meint, dann könnte man die obigen Beispiele auch so verstehen: Pipi Langstrumpf kann besser rechnen als Stefan Berns und wann der Launch des eigenen Produkts stattfindet ist schexxxegal. Bei Ralf Schmitz lernt man in 2012 das Affiliate Marketing mit Hilfe von englischen Gangstern. Heiko Häusler verteilt wertloses digitales Zeugs und wer Media Markt kennt, der ist nicht blöd, aber der weiß auch, dass die für viel Geld einen unterbelichteten Webmaster beschäftigen…
In diesem Sinne, sollte ich hier oder in anderen Beiträgen, kleine, große, dicke usw. Fehler gemacht oder Böcke geschossen haben, dann lach Dich ruhig schlapp… aber melde Dich anschließend bei mir. Wenn alle gelacht haben (ja ja. ich weiß erst twittern und bei Facebook posten…), dann würde ich gerne die Fehler beheben. Danke!
8 Responses to “Der kleine (aber feine) Unterschied”
EIN SUUUPER Beitrag, liebe NurSharina,
und über die Beispiele habe ich – obwohl sie traurige Realität sind – herzhaft lachen müssen …
Ich sehe zwei Dinge als mögliche Ursache für den recht oberflächlichen Arbeitsstil: In dieser Branche sind viele Menschen tätig, die meinen, schnelles Geld verdienen zu können. Was taten sie vorher? Über was für ein Wissen verfügen sie? Der zweite Grund, denke ich, ist ein falsches oder fehlendes Zeit- und/oder Planungsmanagement. Alles muss schnell, schnell gehen … und dann passieren solche, die Branche schädigenden, “Patzer”.
Freundliche Grüße von der Ostseeküste,
Rolf
-
Hallo Rolf, es sind ja nicht nur “Infomarketer” bei denen die Flüchtigkeitsfehler vorkommen. Die Menschen die etwas verkaufen wollen (ganz gleich was) müssen sich mehr Zeit nehmen. Ein ordentliches Angebot zeugt von Respekt gegenüber dem Kunden/zukünftigen Kunden. Wenn die erste Ansprache und das Angebot schon nicht korrekt sind, was erwartet mich als Kunde dann nach dem Kauf? Dabei spielt es für mich überhaupt keine Rolle, welches Produkt verkauft wird.
Es gibt immer die Möglichkeit das Angebot, das Video oder wie im obigen Beispiel, den QR Code zu prüfen (Media Markt und Saturn haben unzählige Smartphones im Regal…) bzw. eine zweite Meinung einzuholen.
Der erste Eindruck zählt… und wenn ich den Eindruck bekomme, dass jemand “offensichtlich” nicht sorgfältig ist, dann überlege ich nicht lange und bin weg – es gibt in der Regel immer eine Alternative zum ersten Angebot.
LG Nur Sharina
Hallo Sharina,
ich liebe es mittlerweile sehr, Deine Newsletter zu lesen.
*** Der kleine (aber feine) Unterschied ***
Du bist der GROßE Unterschied zwischen den IM´s und den möchte gernen IM´s.
Du fragst bei den “kleinen” wirklich, was gebraucht wird und machst nicht einfach was, was evtl. nicht gebraucht wird oder nicht funktioniert aber Geld einbringt …
Auch Deine Beiträge sind lustig & locker aufgebaut, einfach erfrischend anders und nicht auf Verkaufen getrimmt, wie sonst es so üblich ist !
Vor allen Dingen gefiel mir Dein letzter Absatz im Artikel:
Lachen ist gesund, sag mir aber Bescheid …
Bleib so wie Du bist, ich denke das gefällt auch anderen so, einfach ANDERS zu sein wie die anderen, der Stil gefällt mir.
In diesem Sinne, weiterhin viel Erfolg und Spaß an der Sache.
Freundliche Grüße sendet Dir
Sam
Liebe Firma “ich bin doch nicht blöd”, hiermit bewerbe ich mich für die freie Stelle als Webmaster bei Ihnen. Was der alte konnte, das kann ich auch. Und ich mache es für die Hälfte des bislang gezahlten Gehalts ;-)
@all
Es geht mir hier gar nicht so sehr um die IM Szene. Ich habe die obigen 3 Beispiele angeführt, da ich weiß, dass sich viele meiner Subscriber für die “Geld-verdienen-im-Internet”-Nische interessieren.
Wenn ich mich so umschaue, dann finde ich häufig Angebote die nicht stimmig sind oder deren Präsentation nicht bis zu Ende gedacht sind. Hier noch mal ein Beispiel in Sachen QR Codes: qkies.de
Als ich auf dieses Produkt aufmerksam wurde, da war ich sofort begeistert. Habe die Kekse kaufen und backen lassen (damals waren Verkauf und Lieferung nur in und nach Deutschland möglich) – Fotos aus der Qkies-Produktion: Kekse mit QR Code
Da ich QR Codes immer ausprobiere, habe ich sofort festgestellt, dass qkies.de keine mobilen Inhalte hat und deren Muster-QR Codes auf die klumpige Desktop-Webseite verlinken. Super gemacht Webseite, teures simpleshow Video und keine mobilen Inhalte für die Qkies!?!?!
Ich habe mich per E-Mail bei qkies gemeldet und erfuhr: “…ist so gewollt und für eine mobile Version hat das Budget am Anfang nicht gereicht ;-)”
WOW dachte ich, das kann doch nicht sein!
Ein Projekt, welches in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz entstanden/entwickelt wurde und keine mobilen Inhalte hat. Im Video wird auch nicht auf mobile Inhalte hingewiesen. Der Webmaster der die Seiten für viel Geld erstellt hat – der ist auch nicht so helle, denn wenn tatsächlich das Budget nicht ausgereicht hat, dann würde ich so eine kleine mobile Seite als Bonus erstellen und verschenken (Sponsoren-Link im Footer und Bingo!).
Bessere Werbung, als ein komplettes Produkt (Webseite und alles was dazu gehört) kann ich als Entwickler für Webprojekte und Webseiten doch gar nicht bekommen, oder?
Ich hatte den Leuten von qkies.de auch einen einfachen Entwurf geschickt:

Die Qkies sind mir im August 2011 das erste Mal über den Weg gelaufen. Bis heute sind die original Qkies nicht mobil ;-(
Das Produkt ist 100% okay aber die Präsentation könnte besser sein und mit mobilen Inhalten könnten die vielleicht sogar noch mehr verkaufen. Und was das dt. Forschungszentrum angeht… – wer auch immer das Projekt begleitet hat… ein bisschen mehr “reale” Intelligenz würde nicht schaden. Das muss doch bei denen auch jemand bemerkt haben. Ich habe keine Ahnung, ob Projekte mit der dfki finanziell unterstützt und gefördert werden. Wenn es aber öffentliche Mittel für so etwas gibt, dann frage ich mich aber schon – wo lassen die denken und wie erklären die ihre Ausgaben und die Auswahl der “halbfertigen” Projekte?
Genau genommen, gibt es 3 Pannen:
1. qkies.de hat nicht ordentlich geplant bzw. überhaupt nicht an mobile Inhalte gedacht, denn an 200 Euro für eine mobile Splashpage im Budget, daran kann es bestimmt nicht gelegen haben.
2. dfki hat nicht gut hingeschaut. Wer ein Projekt/Produkt für QR Codes fördert, der sollte auch darauf achten das die QR Codes auch das tun, wofür sie im Zusammenhang mit Smartphones gedacht sind – mobil kommunizieren.
3. Der Webmaster ist ein super Entwickler aber eine echte Flasche als Verkäufer. Selbst wenn das Budget nicht ausreichend war. Initiative ergreifen und die mobilen Inhalte erstellen und dann als Sponsor auftreten. Wenn der Webbie richtig arbeitet, dann hätte er ohne mobile Inhalte die Webseiten gar nicht verkauft (Autos werden ja auch mit Motor und nicht mit Tretantrieb verkauft…).
LG Nur Sharina
Die Kekse gefallen mir!
Mich interessiert die IM-Szene wenig. Das ist mir alles zu oberflächlich und hat nur wenig mit der Realität zu tun.
Die Beispiele in Deinem Beitrag sind gut. So oder ähnlich findet man Verkaufsbotschaften und Angebote auf vielen Webseiten. Es ist egal was verkauft wird, stimmt die Ansage nicht, dann ist der Kunde irritiert
Die Beispiele von Saturn und Qkies sind gut, denn das betrifft alltägliche Produkte (nicht IM) und es gibt unzählige Webseiten und Angebote, auf denen der Auftritt nicht perfekt ist. Verkaufen tun sie wohl trotzdem aber sie könnten mehr Leads einfahren und noch mehr verkaufen, wäre alles perfekt.
Was mir nicht in den Kopf will ist, das es bei Saturn nicht klappt. Die haben doch ein großes Budget und ein Team voller Fachleute zur Verfügung.
Und es stimmt, die kleinen Fehler fallen fast jedem auf, wenn auch nur unterbewusst. Man merkt etwas stimmt nicht und wird der Kunde erst stutzig und zögert, dann stehen die Chancen für einen Abschluss schlecht.
Hallo Sharina, das man die eigenen Fehler selbst nicht findet ist wohl normal. Das Freunde die eigenen Texte für einen Korrekturlsesen ist eine gute Idee. Die Versprecher bei den Videos kommen sehr häufig bei den Live-Videos vor. Da hilft nur genau überlegen, ein gutes Script und ein umsichtiger Kameramann bzw Kamerafrau die so etwas beim Dreh sofort bemerken. Die Live-Videos sollen zwar locker rüber kommen aber es lohnen sich auch hier die “retakes”. Das ist aufwendig aber nur so eliminiert man die “auf dem Kasten / auf dem Kerbholz”-Versprecher.
Die Webseite für die qkies ist gut gemacht. Das die aber keine einfache mobile Seite haben ist wirklich bemerkenswert. Ich selbst habe mich auch mal wegen slideshow Videos schlau gemacht. Die sind sehr gut aber haben auch ihren Preis. Wer so viel Geld in den Webauftritt steckt, der sollte auch sein Budget gut geplant und abgesteckt haben. Wobei ich das Fehlen der mobilen Seite, so schnell gar nicht entdeckt hätte. Ich denke mir, dass nicht alle (so wie Du) sofort und immer jeden QR Code scannen und so etwas überhaupt feststellen. Wobei das nichts daran ändert, dass die mobile Seite fehlt! Was dfki in die qkies gesteckt hat würde mich interessieren. Da sind bestimmt öffentliche Mittel für verwendet worden. Eigentlich ja eine gute Sache, wenn man sich so seinen Webauftritt ganz oder teilweise finanzieren kann.
Gruss
Werner
Hallo Sharina, die Kekse sind aber gut ;-)
Die hatte ich aufgrund Deines Tipps aus dem letzten Jahr schon mal probiert. Damals hatte ja auch jemand von Qkies auf Deinen Beitrag reagiert. Deshalb wundere ich mich jetzt aber dass die immer noch nicht mobil sind.
Liebe Grüße
Susanne

EIN SUUUPER Beitrag, liebe NurSharina,
und über die Beispiele habe ich – obwohl sie traurige Realität sind – herzhaft lachen müssen …
Ich sehe zwei Dinge als mögliche Ursache für den recht oberflächlichen Arbeitsstil: In dieser Branche sind viele Menschen tätig, die meinen, schnelles Geld verdienen zu können. Was taten sie vorher? Über was für ein Wissen verfügen sie? Der zweite Grund, denke ich, ist ein falsches oder fehlendes Zeit- und/oder Planungsmanagement. Alles muss schnell, schnell gehen … und dann passieren solche, die Branche schädigenden, “Patzer”.
Freundliche Grüße von der Ostseeküste,
Rolf
Hallo Rolf, es sind ja nicht nur “Infomarketer” bei denen die Flüchtigkeitsfehler vorkommen. Die Menschen die etwas verkaufen wollen (ganz gleich was) müssen sich mehr Zeit nehmen. Ein ordentliches Angebot zeugt von Respekt gegenüber dem Kunden/zukünftigen Kunden. Wenn die erste Ansprache und das Angebot schon nicht korrekt sind, was erwartet mich als Kunde dann nach dem Kauf? Dabei spielt es für mich überhaupt keine Rolle, welches Produkt verkauft wird.
Es gibt immer die Möglichkeit das Angebot, das Video oder wie im obigen Beispiel, den QR Code zu prüfen (Media Markt und Saturn haben unzählige Smartphones im Regal…) bzw. eine zweite Meinung einzuholen.
Der erste Eindruck zählt… und wenn ich den Eindruck bekomme, dass jemand “offensichtlich” nicht sorgfältig ist, dann überlege ich nicht lange und bin weg – es gibt in der Regel immer eine Alternative zum ersten Angebot.
LG Nur Sharina
Hallo Sharina,
ich liebe es mittlerweile sehr, Deine Newsletter zu lesen.
*** Der kleine (aber feine) Unterschied ***
Du bist der GROßE Unterschied zwischen den IM´s und den möchte gernen IM´s.
Du fragst bei den “kleinen” wirklich, was gebraucht wird und machst nicht einfach was, was evtl. nicht gebraucht wird oder nicht funktioniert aber Geld einbringt …
Auch Deine Beiträge sind lustig & locker aufgebaut, einfach erfrischend anders und nicht auf Verkaufen getrimmt, wie sonst es so üblich ist !
Vor allen Dingen gefiel mir Dein letzter Absatz im Artikel:
Lachen ist gesund, sag mir aber Bescheid …
Bleib so wie Du bist, ich denke das gefällt auch anderen so, einfach ANDERS zu sein wie die anderen, der Stil gefällt mir.
In diesem Sinne, weiterhin viel Erfolg und Spaß an der Sache.
Freundliche Grüße sendet Dir
Sam
Liebe Firma “ich bin doch nicht blöd”, hiermit bewerbe ich mich für die freie Stelle als Webmaster bei Ihnen. Was der alte konnte, das kann ich auch. Und ich mache es für die Hälfte des bislang gezahlten Gehalts ;-)
@all
Es geht mir hier gar nicht so sehr um die IM Szene. Ich habe die obigen 3 Beispiele angeführt, da ich weiß, dass sich viele meiner Subscriber für die “Geld-verdienen-im-Internet”-Nische interessieren.
Wenn ich mich so umschaue, dann finde ich häufig Angebote die nicht stimmig sind oder deren Präsentation nicht bis zu Ende gedacht sind. Hier noch mal ein Beispiel in Sachen QR Codes: qkies.de
Als ich auf dieses Produkt aufmerksam wurde, da war ich sofort begeistert. Habe die Kekse kaufen und backen lassen (damals waren Verkauf und Lieferung nur in und nach Deutschland möglich) – Fotos aus der Qkies-Produktion: Kekse mit QR Code
Da ich QR Codes immer ausprobiere, habe ich sofort festgestellt, dass qkies.de keine mobilen Inhalte hat und deren Muster-QR Codes auf die klumpige Desktop-Webseite verlinken. Super gemacht Webseite, teures simpleshow Video und keine mobilen Inhalte für die Qkies!?!?!
Ich habe mich per E-Mail bei qkies gemeldet und erfuhr: “…ist so gewollt und für eine mobile Version hat das Budget am Anfang nicht gereicht ;-)”
WOW dachte ich, das kann doch nicht sein!
Ein Projekt, welches in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz entstanden/entwickelt wurde und keine mobilen Inhalte hat. Im Video wird auch nicht auf mobile Inhalte hingewiesen. Der Webmaster der die Seiten für viel Geld erstellt hat – der ist auch nicht so helle, denn wenn tatsächlich das Budget nicht ausgereicht hat, dann würde ich so eine kleine mobile Seite als Bonus erstellen und verschenken (Sponsoren-Link im Footer und Bingo!).
Bessere Werbung, als ein komplettes Produkt (Webseite und alles was dazu gehört) kann ich als Entwickler für Webprojekte und Webseiten doch gar nicht bekommen, oder?
Ich hatte den Leuten von qkies.de auch einen einfachen Entwurf geschickt:
Die Qkies sind mir im August 2011 das erste Mal über den Weg gelaufen. Bis heute sind die original Qkies nicht mobil ;-(
Das Produkt ist 100% okay aber die Präsentation könnte besser sein und mit mobilen Inhalten könnten die vielleicht sogar noch mehr verkaufen. Und was das dt. Forschungszentrum angeht… – wer auch immer das Projekt begleitet hat… ein bisschen mehr “reale” Intelligenz würde nicht schaden. Das muss doch bei denen auch jemand bemerkt haben. Ich habe keine Ahnung, ob Projekte mit der dfki finanziell unterstützt und gefördert werden. Wenn es aber öffentliche Mittel für so etwas gibt, dann frage ich mich aber schon – wo lassen die denken und wie erklären die ihre Ausgaben und die Auswahl der “halbfertigen” Projekte?
Genau genommen, gibt es 3 Pannen:
1. qkies.de hat nicht ordentlich geplant bzw. überhaupt nicht an mobile Inhalte gedacht, denn an 200 Euro für eine mobile Splashpage im Budget, daran kann es bestimmt nicht gelegen haben.
2. dfki hat nicht gut hingeschaut. Wer ein Projekt/Produkt für QR Codes fördert, der sollte auch darauf achten das die QR Codes auch das tun, wofür sie im Zusammenhang mit Smartphones gedacht sind – mobil kommunizieren.
3. Der Webmaster ist ein super Entwickler aber eine echte Flasche als Verkäufer. Selbst wenn das Budget nicht ausreichend war. Initiative ergreifen und die mobilen Inhalte erstellen und dann als Sponsor auftreten. Wenn der Webbie richtig arbeitet, dann hätte er ohne mobile Inhalte die Webseiten gar nicht verkauft (Autos werden ja auch mit Motor und nicht mit Tretantrieb verkauft…).
LG Nur Sharina
Die Kekse gefallen mir!
Mich interessiert die IM-Szene wenig. Das ist mir alles zu oberflächlich und hat nur wenig mit der Realität zu tun.
Die Beispiele in Deinem Beitrag sind gut. So oder ähnlich findet man Verkaufsbotschaften und Angebote auf vielen Webseiten. Es ist egal was verkauft wird, stimmt die Ansage nicht, dann ist der Kunde irritiert
Die Beispiele von Saturn und Qkies sind gut, denn das betrifft alltägliche Produkte (nicht IM) und es gibt unzählige Webseiten und Angebote, auf denen der Auftritt nicht perfekt ist. Verkaufen tun sie wohl trotzdem aber sie könnten mehr Leads einfahren und noch mehr verkaufen, wäre alles perfekt.
Was mir nicht in den Kopf will ist, das es bei Saturn nicht klappt. Die haben doch ein großes Budget und ein Team voller Fachleute zur Verfügung.
Und es stimmt, die kleinen Fehler fallen fast jedem auf, wenn auch nur unterbewusst. Man merkt etwas stimmt nicht und wird der Kunde erst stutzig und zögert, dann stehen die Chancen für einen Abschluss schlecht.
Hallo Sharina, das man die eigenen Fehler selbst nicht findet ist wohl normal. Das Freunde die eigenen Texte für einen Korrekturlsesen ist eine gute Idee. Die Versprecher bei den Videos kommen sehr häufig bei den Live-Videos vor. Da hilft nur genau überlegen, ein gutes Script und ein umsichtiger Kameramann bzw Kamerafrau die so etwas beim Dreh sofort bemerken. Die Live-Videos sollen zwar locker rüber kommen aber es lohnen sich auch hier die “retakes”. Das ist aufwendig aber nur so eliminiert man die “auf dem Kasten / auf dem Kerbholz”-Versprecher.
Die Webseite für die qkies ist gut gemacht. Das die aber keine einfache mobile Seite haben ist wirklich bemerkenswert. Ich selbst habe mich auch mal wegen slideshow Videos schlau gemacht. Die sind sehr gut aber haben auch ihren Preis. Wer so viel Geld in den Webauftritt steckt, der sollte auch sein Budget gut geplant und abgesteckt haben. Wobei ich das Fehlen der mobilen Seite, so schnell gar nicht entdeckt hätte. Ich denke mir, dass nicht alle (so wie Du) sofort und immer jeden QR Code scannen und so etwas überhaupt feststellen. Wobei das nichts daran ändert, dass die mobile Seite fehlt! Was dfki in die qkies gesteckt hat würde mich interessieren. Da sind bestimmt öffentliche Mittel für verwendet worden. Eigentlich ja eine gute Sache, wenn man sich so seinen Webauftritt ganz oder teilweise finanzieren kann.
Gruss
Werner
Hallo Sharina, die Kekse sind aber gut ;-)
Die hatte ich aufgrund Deines Tipps aus dem letzten Jahr schon mal probiert. Damals hatte ja auch jemand von Qkies auf Deinen Beitrag reagiert. Deshalb wundere ich mich jetzt aber dass die immer noch nicht mobil sind.
Liebe Grüße
Susanne